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Kritiken zu „Schmitts Fall“

Die BADISCHE ZEITUNG meint am 15. Oktober 2014:

„Genüsslich zeichnet Klimanski das Bild eines reichlich abgewetzten Protagonisten, des Privatermittlers Heinz Schmitt. Der bekommt es in bester traditioneller Tatort-Manier mit zwei Mordopfern zu tun, spielt dabei Doppelpass mit mehr oder weniger fähigen Polizisten und ermittelt in einer abseitigen Causa: Geistig behinderte junge Menschen werden zu sexuellen Spielzeugen einer Clique von Gutbürgern gemacht. ‚Geht es nicht auch eine Nummer kleiner?‘, fragt man sich als Leser zunächst, findet dann aber doch schnell Gefallen an den fein ausdifferenzierten Personen und vor allem an der stringenten Erzählweise. Den während sich so mancher Möchtegern-Krimischreiber allzu gern in den Tiefen des Deskriptiven verirrt, hat Klimanski eine tragende Geschichte ersonnen, die er mit feinsten Krimizutaten wie Mord, Erpressung und ein bisschen Sex aufbaut, dramaturgisch sauber hingelegt und die selbst erfahrene Krimileser bis zur Zielgeraden des Buches im Unklaren lässt, wer denn nun der Täter ist. Als Unbeteiligter schmunzelt man dabei das eine oder andere Mal über Seitenhiebe auf sein einstmaliges berufliches Umfeld , die sich Klimanski offensichtlich nicht verkneifen wollte.. Deshalb: Mehr als solider Lesespaß.“

Leserrezensionen bei Amazon:

„Schon allein die schriftstellerische Darstellung des Privatschnüfflers als leicht angeschmuddelte nur halb-integre Person mit eher mäßigen Moralvorstellungen ist mehr als gelungen. Auch die Schilderung des bürgerlichen Pseudo-Idylls der fiktiven Stadt Ostratal animiert nicht nur zum Weiterlesen, sondern führt auch auf mehreren Fährten zum Täter. Wer es dann letzten Endes tatsächlich war, bleibt nicht nur spannend, sondern ist auch überraschend. Ein toll gelungenes Buch, bei dem man als Krimi-Fan voll auf seine Kosten kommt.“

„Spannend bis zum Schluss. Geistreich, witzig und spitzfindig. Genial das Musikermilieu. Absolut lesenswert.“

„Ein komplexer Krimi, der bis zum Schluss die Spannung hält und ein überraschendes Ende bietet: Unbedingt lesen.“

„Nachdem wir alle inzwischen mit jeder Menge voller Lokalkolorit überschwemmt werden, ist dieser Krimi in einem total ungewöhnlichen Milieu angesiedelt mit einem ‚Antihelden‘ als Schnüffler, sehr wohltuend. Er weist viele Wendungen auf und lässt erfreulicherweise den Leser recht lange im Dunkeln tappen. Viel Spaß beim Lesen und Mitschnüffeln.“

Leserunden-Rezensionen bei Lovelybooks im November/Dezember 2017:

von Pixibuch

„Allein schon das Cover besticht durch seine Schnörkellosigkeit und Einfachheit. Schmitt, ein Privatermittler, der mehr schlecht als recht von seinen geringen Einkünften lebt, bekommt ein neues Mandat. Ein Mitglied des ortsansässigen Sinfonieorchesters wird erpresst. Es kursieren Fotos, die ihn in eindeutiger Pose beim Sex mit einer geistig behinderten jungen Frau zeigen. Schmitt stellt schon bei Beginn seiner Ermittlungen fest, dass in dem Heim, in dem die Frau untertags untergebracht ist, Paten anderer Insassen – alles höhergestellte Persönlichkeiten der fiktiven Stadt Ostratal – sich ihre Unterstützung durch Sex mit diesen jungen Behinderten vergüten lassen. Dann geschehen zwei Morde und es gibt noch einen dritten Toten, alles auch Orchestermitglieder. Schmitt gerät, insbesondere durch seine Tollpatschigkeit,  des Öfteren in Bedrängnis. Sogar die Polizei hält ihn für den Mörder. Der Autor führt den Leser gekonnt in die Irre. Meint man, einen Täter im Visier zu haben, kommt schon ein anderer Verdächtiger ins Feld. Gut gefällt mir auch, dass Schmitt nicht der strahlende, superschlaue Sunnyboy ist, sondern der ewige Looser. Geschieden, altes Auto, immer in Geldnöten, isst Fast Food. Die Lösung des Falles ist anders als erwartet und hat mich total verwundert. Die Sprache ist gut verständlich, das Buch lässt sich leicht lesen und der Spannungsbogen wird gleichbleibend erhalten. Noch zu erwähnen ist die Schrift: Sie ist für das Auge sehr angenehm und strengt überhaupt nicht an. Auf alle Fälle werde ich die Fortsetzung von Schmitt lesen.“    5 von 5 möglichen Sternen.

 

Etüde in Moll von heinoko

„Schmitt ist ein Grantler, mit seinen galligen Gedanken verdirbt er sich selbst ständig das Leben. Von seiner Detektei kann er kaum existieren. Als er vom Oboisten des ortsansässigen Sinfonieorchesters angeheuert wird, sieht er einen finanziellen Hoffnungsschimmer am Horizont. Denn es geht um einen Erpressungsversuch, Hintergrund ist eine richtig miese Sache. Als der Oboist jedoch kurz darauf auf offener Straße ermordet wird, fühlt sich Schmitt aufgerufen, auf eigenen Faust weitere Nachforschungen zu betreiben. Gut geschrieben ist das Buch. Aufgrund der kurzen Kapitel lässt es sich leicht und flüssig lesen, der Spannungsbogen wird einigermaßen konstant aufrecht erhalten. Die Protagonisten sind lebendig und vorstellbar geschildert, wenngleich niemand von ihnen ein Sympathieträger ist. Insofern bleibt man als Leser stets etwas distanziert am Rande des Geschehens als reiner Beobachter stehen. Schwierigkeiten bereitete mir das Verbrechen hinter dem Verbrechen. Dass sogenannte Gutmenschen in Wahrheit die Naivität behinderter junger Menschen für ihre sexuellen Bedürfnisse missbrauchen, ist abstoßend und wird leider in seiner Verwerflichkeit und widerwärigkeit nicht scharf genug angeprangert. Das hat mich an diesem Buch am meisten gestört. Abgesehen von der geschilderten weitgehend destruktiven, oft sehr abfälligen Gedankenwelt, die der Autor seinen Figuren unterstellt. Zurück bleibt nach der Lektüre des  Buches ein merkwürdig trauriges Gefühl, so als habe der Autor ein in Moll geschriebenes Musikstück gewählt und eine ganze Krimihandlung lang versucht, es uns Lesern als eine in Dur komponierte Fälschung zu verkaufen.“               3 von 5 möglichen Sternen

Spitzfindiger Krimi von Becci0018

„Privatschnüffler Schmitt, der von seiner Berufung mehr schlecht als recht leben kann, erhofft sich von seinem neuen Fall einen finanziellen Aufschwung. Dabei ist er mir jedoch nicht wirklich sympathisch, soll er vielleicht aber auch nicht sein. Sowieso ist mir keiner der Charaktere in dem Werk wirklich sympathisch, was mir das Lesen immer wieder schwer gemacht hat. Die Protagonisten wurden schriftstellerisch jedoch sehr gut und lebendig dargestellt. Die Spitzfindigkeit und den Witz konnte der Autor tatsächlich gut rüberbringen. Die Hintergrundgeschichte hat einen schrecklichen Beigeschmack. In dem Buch wurde dies meiner Meinung nach nicht deutlich genug kritisiert, was diesen Beigeschmack noch verstärkte. Die Spannung konnte während der gesamten Geschichte aufrecht erhalten werden. Die kurzen Kapitel verhalfen mir zu einem schnellen Leseerfolg. Die Aufmachung der Seiten erinnerte mich jedoch stark an Schullektüre, was mir besonders den Einstieg in das Buch erschwerte.“    4 von 5 möglichen Sternen

Auftakt für Heinz Schmitt von Alex1309

„Dies ist der erste Fall für den Privatdetektiv Heinz Schmitt. Der Schreibstil hat mir von Anfang an gut gefallen und auch der Spannungsbogen ist so, wie man ihn bei einem Krimi erwartet. Ich habe einige Seiten gebraucht, den Ermittlungen zu folgen. Die Hauptakteure sind gut beschrieben und ich konnte mir alle gut vorstellen. Für mich ein solider Krimi und ein gelungener Auftakt zur Serie um Heins Schmitt.“   4 von 5 möglichen Sternen

Böse Machenschaften von Ladybella911

„Dies ist der erste Fall zu dem Privatermittler Heinz Schmitt, der Auftakt zu einer Trilogie. Schmitt ist Inhaber einer Detektei, die mehr schlecht als recht läuft. Da erhält er vom Oboisten des ortsansässigen Sinfonieorchesters den Auftrag, einem Erpressungsversuch nachzugehen. Ein finanzieller Hoffnungsschimmer in seineren düsteren Lage. Er ahnt nicht, dass er mit seinen Ermittlungen in ein Wespennest sticht, in dem bis hinauf zu den höchsten Kreisen der Gesellschaft verschiedene Personen verwickelt sind. Als mehrere Morde geschehen, bringt sogar er sich in höchste Lebensgefahr und sowohl er wie auch die Polizei tappen lange Zeit im Dunkeln. Hintergrund der Ermittlungen ist eine höchst üble Geschichte, die dem Leser ob ihrer unglaublichen Machenschaften böse aufstößt. Obwohl mir Schmitt, ein richtig übellauniger Typ, nicht so richtig sympathisch ist (wie auch andere Personen in diesem Fall), ist er als Person richtig gut getroffen. So wie auch andere Akteure sehr gut beschrieben sind. Der Schreibstil des Autors ist flüssig und angenehm zu lesen, und die Spannung wird konsequent auf einem guten Level gehalten. Die kurzen Kapitel tragen dazu bei, sich trotz falscher Fährten nicht in der Handlung zu verlieren. Man kann das Buch gut in einem Rutsch durchlesen. Fazit: Ein spannender Fall, von dem man sich wünschen Würde, dass er sich niemals so in Wirklichkeit abspielen solllte. Lesenswert für Liebhaber von verkrachten Existenzen.“   4 von 5 Sternen

Spannender Roman von autorinannalena3194

Der Privatschnüffler Schmitt wir von Oboist Rolf Herkenrath beauftragt herauszufinden, wer ihn erpresst. Erste Spuren führen Schmitt zu einer  bekannten Musikerfamilie, mit deren Tochter der Oboist ein Verhältnis hat. Aber auch zu einer Behindertenwerkstätte der LaboraVita, da das Mädchen in dieser Einrichtung untergebracht ist. Darüber knüpft Schmitt weitere Kontakte, die ihm bei seinen Ermittlungen von Vorteil sind. Und so pirscht er sich immer näher an den Erpresser heran. Doch noch während der Ermittlungen kommt der Erpresste zu Tode und Schmitt, der den Mord gesehen hat, will herausfinden wer der Mörder ist. Dazu baut er einen Kontakt zur hinterbliebenen Aline Herkenrath, um mehr über Rolf zu erfahren. Dann gibt es im Umfeld des ermordeten Herkenrath weitere Todesfälle, die, wie es auf den ersten Blick scheint, mit der Erpressung in Verbindung zu bringen sind. Schmitt versucht, all das herauszufinden und während dessen mit Aline Herkenrath in Kontakt zu bleiben, die ihm gegenüber allerdings ignorant wird. Als Schmitt immer mehr über die Erpressung herausfindet, aber nichts über den Mord, gerät er selbst in Lebensgefahr. Die Geschichte an sich finde ich gut, obwohl einige Passagen nicht ganz verständlich waren. Was ich aber hervorheben möchte, und das ist Manfred Klimanski sehr gelungen, sind die verschiedenen Todesfälle am Ende eines jeden Teils, in den die Geschichte gegliedert ist. Denn diese Todesfälle kamen besonders überraschend und haben für Spannung gesorgt, die auch über das ganze Buch aufrecht erhalten bleibt. Besonders spannend wurde dann der Schluss. Doch was da passiert, möchte ich nicht vorweg nehmen. Sprachlich sind mir ein paar Ungereimtheiten aufgefallen. Ansonsten wird hier nichts von der durchaus interessanten Story genommen; auch der Idee dahinter steht nichts im Wege und man merkt wohl, dass Manfred Klimanski Ahnung hat von dem, was er schreibt. 4 von 5 Sternen

 

 

 

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